Innsbruck liest

»Nach den Fähren« von Thea Mengeler

Innsbruck liest machte von 27. April–13. Mai 2026 mit 10.000 Gratisbüchern, Verteilaktionen und kostenlosen Veranstaltungen die Stadt zur Literaturbühne.
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Presseaussendung

Autorin und Buch 2026

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Stimmen zu Innsbruck liest

Thea Mengeler im Gespräch

Was hat Sie zu ihrem Roman „Nach den Fähren" inspiriert?
Die erste Idee zu diesem Roman hatte ich im Winter auf den Prinzeninseln, die vor Istanbul liegen. Die eigentümliche Atmosphäre eines touristischen Orts zur Nebensaison hat mich fasziniert – und die Frage eröffnet, was passiert, wenn die Nebensaison zum Dauerzustand wird.

Das Buch spielt auf einer Insel im Meer – passt es auch zu einer Tourismusregion in den Bergen?
Ich denke, es passt zu jedem Ort, an dem Tourismus eine wesentliche Rolle spielt. Das Buch spielt zwar auf einer Insel, aber die Fragen, die es in Bezug auf Tourismus stellt, sind universell. Ob ein Ort beispielsweise noch ein lebenswerter Ort für die Einheimischen ist oder ob er ganz darauf ausgelegt ist, die Bedürfnisse der Reisenden zu erfüllen – das ist eine Frage, die sich in einer Bergregion ebenso stellen lässt wie auf einer Insel.

Die Figuren in Ihrem Roman haben bis auf das Mädchen Ada keine Namen, was hat Sie dazu veranlasst?
Die Namenlosigkeit hat für mich zwei Gründe. Einerseits ist die Insel so auch nicht durch Namen geografisch zu verorten. Andererseits – und das ist für mich noch wichtiger – sind die Figuren zunächst nur in ihrer Funktion sichtbar, die sie für den Tourismus oder für andere Menschen erfüllen sollen. Sie sind „der Hausmeister“, „die Bäckerin“, „die Frau des Generals“. Erst nach und nach dürfen sie wieder in ihrer Individualität und Menschlichkeit sichtbar werden.

Die Gratisbuchaktion Innsbruck liest stärkt jährlich das gemeinsame Leseerlebnis – inwiefern sind Gesellschaft und Gemeinschaft Themen Ihres Romans?

Zu Beginn des Buchs gibt es auf der Insel eigentlich keine Gemeinschaft mehr. Die Figuren leben sehr isoliert nebeneinanderher und der Kontakt beschränkt sich auf das Nötigste. Wie die Figuren wieder zu einer Gemeinschaft und einem aktiven Zusammenleben finden – darum geht es im Verlauf des Buchs.

Welches Feedback bekommen Sie von Leser:innen aus Tourismusregion?
Ich habe bisher besonders von Menschen aus deutschen Küstenregionen gehört, dass das Buch viele Fragen stellt, die auch sie beschäftigen. Jetzt bin ich sehr gespannt auf Rückmeldungen von Menschen, die in einer touristischen Region in den Bergen leben.

Welche Zukunft sehen Sie für die Insel in Ihrem Roman?

Dazu möchte ich gar nicht viel sagen. Das Buch endet in einer gewissen Offenheit, die den Lesenden ermöglicht, unterschiedliche Visionen für die Zukunft der Insel zu entwickeln.
Jetzt bin ich sehr gespannt auf Rückmeldungen von Menschen, die in einer touristischen Region in den Bergen leben.

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