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Architektur

Der von den LAAC-Architekten geplante Hybrid vereint die Funktionen einer Stadtbibliothek, eines öffentlichen Raums und Wohnen in einem vielschichtigen Gebäudekomplex. Mit der Situierung der Stadtbibliothek in der Sockelzone des Gebäudes gewinnt eine wichtige öffentliche Institution an Bedeutung und die angrenzenden Stadtteile erhalten eine Verbindung in Form eines attraktiven städtebaulichen Gelenks. Auch die Inneneinrichtung der Stadtbibliothek wurde von den LAAC-Architekten entworfen.

Kulturplateau
Oberhalb der Stadtbibliothek ist das Kulturplateau angesiedelt. Die öffentliche Terrasse ist über Freitreppen vom Straßenraum aus erreichbar. Die Querung des Platzes auf elf Metern Höhe über der Straße ermöglicht einmalige Blicke auf die Stadt und die umgebende alpine Landschaft. 

Kunst am Bau
Die Kunst am Bau in den Räumen der Stadtbibliothek entstammt einem von der Tiroler Künstlerschaft abgewickelten offenen Wettbewerb, bei dem 59 Ideen eingereicht wurden. Das Siegerprojekt TRURL stammt vom Tiroler Künstler Thomas Feuerstein.

Zugrunde liegt dem Kunstwerk der virtuelle Leser TRURL, der vor Augen führt, dass heute jährlich Millionen Texte von Maschinen verfasst werden. Umfangreiche Textbausteine und ganze Geschichten können von Software generiert werden. TRURL hat die Internetseite der Stadtbibliothek Innsbruck besucht, Autorennamen, Titel und Schlagwortverzeichnisse gelesen und daraus einen neuen Lesestoff gebastelt. Die virtuell geschriebene Geschichte wurde in Form von Sprechblasen, die sich zu Wolken verbinden, visualisiert. Der Text ist spiralförmig von Innen nach Außen gesetzt. In der Zusammenschau und Überlagerung der kugelförmigen Textblasen werden Strukturen sichtbar, die bewusst an Moleküle erinnern. Beispielsweise fügen sich 26 Textblasen zum Molekül des Neurotransmitters Acetylcholin (C7NH16O2+), das unser Denken und Handeln auf vielfältige Weise regelt und nicht zuletzt für die Plastizität unseres Gehirns verantwortlich ist. Die molekularen Textwolken sind als Vexierbild zu sehen, die je nach Abstand der Betrachtung wirken: Aus der Ferne sieht man dreidimensional, ab einem Abstand von drei bis zwei Metern werden die Buchstaben lesbar und das Bild erscheint flächig.
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